Eberhard Bitter

Auftragsarbeit

Auftragsarbeit · Portrait Dr. Marouche
Dr. Marouche · 60 x 50 cm
Auftragsarbeit · Portrait von C. Lenners
Portrait C. Lenners · 60 x 50 cm
I. Portraits

Persönliches Kennenlernen und Fotos bilden neben der Beibehaltung des eigenen Malstils und der künstlerischen Freiheit die Grundlage. Dabei geht es neben einer Ähnlichkeit auch um die Wesenshaftigkeit des/r Auftraggebers/in.

II. Freie Arbeiten

Ausgangspunkt einer Auftragsarbeit war das Gemälde »Ohne Worte« (190 x 130 cm), welches den Kunden in der Galerie bzgl. der Farbigkeit und des Themas Statik / Balance ausgesprochen gut gefiel. Allerdings suchten sie ein deutlich breiteres Format. Das Ergebnis hat die Abmessungen 120 x 240 cm und heißt ‚Gleich-Gewicht‘. Der Galerist Axel Schöber stellte den Kontakt her und überließ die Detaillierung seinem Künstler.

Die Grundidee zur Umsetzung des neuen Werkes beschreibt Eberhard Bitter wie unten aufgeführt:

Ohne Worte · 190 x 130 cm
Ohne Worte · 190 x 130 cm
Auftragsarbeit: Gleich-Gewicht · Acryl auf Leinwand · 120 x 240 cm
Gleich-Gewicht · Acryl auf Leinwand · 120 x 240 cm

„Was mich bewegte, sind die vielseitigen Situationen, wie Menschen Mit- und Gegen-einander kommunizieren. Es ist dieses ständige Positiv-Negativ-Verhältnis der Menschen zueinander. In dem Bild ‚Gleich-Gewicht‘ stehen vier Körper aneinander. Aber die schräge Stellung der Körper zeigt Instabilität. Ich denke bei der Komposition immer an die Gegenpoligkeit von Stabilität und Instabilität.
… Ein kompositorisches Wagnis war für mich der Bruch im aufrecht stehenden Körper, dessen Unterleib und Beine fehlen. Der Oberleib ist durch seine verschränkter Arme kompakt. ‚Gehalten‘ wird er durch die links und rechts an ihm schräg stehenden Körper. So halten sich alle vier Körper.
Ein Hauptmerkmal meiner figurativen Malerei ist das ‚Weglassen‘, die ‚Brüche‘ im Körper. Eine ‚richtige‘ Ausarbeitung der Körper halte ich inhaltlich wie kompositorisch – und dies gilt auch für Aufträge – für überflüssig. … “

In einer Eröffnungsrede auf Burg Wertheim ergänzt der Laudator Gunter Schmidt: „Mitunter scheint die eine Figur einer anderen zu helfen. Insgesamt agiert alles in Bewegungen des Miteinanders, nicht nach strengen Regeln, aber doch in Gemeinsamkeit verschränkt. Ein bisschen unwillkürlich, aber auch gutartig, ein gruppendynamisches Beieinander, etwa wie ein meditativer Tanz. … Stilistisch sind alle Arbeiten erkennbar als Werke des Künstlers. Der suchende und findende Strich, die Segmentierung in Teilflächen, die bildhauerartig sich blähende Kraft von innen nach außen.“